UNESCO-Weltkulturerbe Wachau
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Als eine der ältesten Kulturlandschaften Österreichs wurde die Wachau bereits 1955 zum Landschaftsschutzgebiet erklärt und erlangte im Jahr 1994 das Europäische Naturschutzdiplom. Im Dezember 2000 wurde sie zum UNESCO-Weltkulturerbe gekürt. Damit wurde eine Kulturlandschaft gewürdigt, in der seit Tausenden von Jahren Menschen siedeln, die mit der Natur in Harmonie leben und auf ganz besonders reizvolle Art mit ihr verschmolzen sind. |
Ein Gesamtkunstwerk „Die Wachau ist ein herausragendes Beispiel einer von Bergen umgebenen Flusslandschaft, in der sich materielle Zeugnisse ihrer langen historischen Entwicklung in erstaunlich hohem Ausmaß erhalten haben.“ So schrieb die UNESCO in ihrer Begründung. Sie hob außerdem die Landschaft mit ihren eindrucksvollen visuellen Eigenschaften hervor und die sichtbare kontinuierliche und organische Entwicklung seit prähistorischen Zeiten. Die Wachau ist fürwahr ein Gesamtkunstwerk. Das gewundene Flusstal, zuerst ein enger Einschnitt, dann immer breiter werdend. Schroffe Felsen wechseln mit Auwäldern. An den Ufern und Hängen sonnenverwöhnte Weinterrassen, in mühevoller Arbeit errichtet und erhalten. Dazwischen Obstgärten und malerische Orte, imposante Stifte, Burgen und Ruinen. Prachtvolle Ansichten und Aussichten, die Gäste aus aller Welt anlocken. Eine hohe internationale Auszeichnung erhielt die Wachau Ende 2008: Das National Geographic Traveler Magazin, ein von Tourismus-Experten hochgeschätztes Magazin, kürte die Wachau zur „Best Historic Destination in the World“. 280 Journalisten und Tourismusfachleute aus aller Welt reihten die Wachau und das Stift Melk unter 109 historischen Destinationen an die erste Stelle. Bewertet wurde nicht nur der Zustand historischer Gebäude und Stätten, sondern auch das landschaftliche und kulturelle Gesamtbild, die ökologische Qualität und das Tourismus-Management der jeweiligen Destination. Für die Wachauerinnen und Wachauer ist das UNESCO-Weltkulturerbe Auszeichnung und Verpflichtung zugleich. Die Wachau als hochwertigen und genussvollen Lebensraum für Einheimische und Gäste zu bewahren und behutsam weiter zu entwickeln ist die Devise. Seit mehr als 30 Jahren sind die Bürgerinnen und Bürger der Wachau gewohnt, zum Wohle ihrer Region zusammenzuarbeiten. Zuerst war es der erfolgreiche Kampf gegen die Zerstörung der Wachau durch ein Donaukraftwerk, das sie einte. Danach kamen die Auszeichnung der Wachau als Europäisches Naturschutzdiplom durch den Europarat und als UNESCO-Weltkulturerbe. Seit 2001 arbeiten die 13 Gemeinden der Wachau im "Arbeiskreis Wachau" an gemeinsamen Projekten mit Schwerpunkt im Tourismus und der Landschaftserhaltung. |






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